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H&S+ Brandschutz Köln

H&S+ Köln – BrandschutzStand: 11.12.2025

Hochhaus-Rauchableitung: Entrauchung nach SBauVO § 110

Jedes Geschoss und Installationsschächte in Hochhäusern müssen entrauchbar sein – Druckbelüftung, RWA und Betrieb nach SBauVO und Konzept.

Rauch in Treppen und Schächten

§ 110 SBauVO NRW Hochhäuser: jedes Geschoss und Installationsschächte müssen entrauchbar sein – zentral für sichere Rettungswege über 22 m.

Ergänzt Hochhaus baulich und Betrieb.

Grenzfall ja: Wohnhochhaus, Druckbelüftung Treppenraum gewartet, RWA Schächte funktionsfähig, BMA-Kopplung getestet. Grenzfall nein: Entrauchungsklappen defekt, Druckbelüftung ausgeschaltet, keine Wartung.

Geschossweise Entrauchung

Rauchableitung je Geschoss – Fenster, RWA-Anlagen oder Überdrucksysteme nach Konzept.

Treppenräume: Druckbelüftung häufig – Überdruck bei Brand.

BMA Brandfallsteuerung.

Installationsschächte

Schächte für Leitungen/Lüftung: eigene Entrauchung oder Abschottung – Brandübertragung verhindern.

Durchbrüche: Abschottungen und Wartung.

Prüfung im PrüfVO-Zyklus.

Betrieb und Wartung

Eigentümer/Betreiber: Anlagen betriebsbereit halten – Hochhaus Betrieb.

Probeauslösung dokumentieren.

Störungen unverzüglich beheben – ggf. Nutzungseinschränkung.

Bestandshochhäuser

Kapitel 4 SBauVO bestehende Hochhäuser – Nachrüstung gestaffelt.

Sonderbau Bestand.

Umbau: Entrauchung anpassen.

Praxis: Hochhaus, Entrauchung und Abgrenzung

Hochhäuser nach SBauVO Teil 4 verbinden Treppenraumentrauchung, RDA und Aufzugs-Brandfallsteuerung – in der Genehmigungspraxis in NRW werden diese Systeme gemeinsam im Brandschutzkonzept nachgewiesen. Abgrenzung: Natürliche RWA auf Fluchtwegen ist nicht dasselbe wie maschinische Treppenraumentrauchung; Aufzugs-RWA ersetzt keinen Feuerwehraufzug.

Praxisfall Wohnhochhaus: Ausfall der RDA im Probelauf vor Abnahme – Nachbesserung an Differenzdruckregelung und Notstrom. Behördenforderung: Abstimmungsnachweis BMA, RDA und Aufzug in einem Funktionskonzept.

Wiederkehrende Prüfung nach DGUV 205-040 und SV-Bau im Sonderbau – Protokolle im Anlagenbuch. Vertiefung: RWA Prüffristen.

Instandhaltung und Abnahme

Hochhaus-Entrauchung wird in NRW bei wiederkehrenden Prüfungen genauso kritisch gesehen wie BMA und RDA – fehlende Protokolle führen zu Nutzungseinschränkungen im Versammlungs- und Wohnkontext. Abgrenzung: Wartungsvertrag Aufzug ersetzt keine jährliche SK-Prüfung der Entrauchungsklappen im Treppenraum.

Praxisfall: RDA-Druckstützung fiel im Winterbetrieb aus, weil Türdichtungen und Filter nicht im Wartungsplan standen – Nachweis der Instandhaltung war lückenhaft. Genehmigungspraxis: Funktionsmatrix BMA–RDA–Aufzug bei jeder größeren Anlagenänderung aktualisieren.

Anlagenbuch mit Prüfberichten, Mängeln und Freigaben führen – Prüffristen RWA und Hochhaus-Sonderbau gemeinsam planen.

Praxis: Genehmigung und Betrieb

Hochhaus-Rauchableitung: Entrauchung nach SBauVO § 110 löst in NRW häufig ein Brandschutzkonzept oder eine Stellungnahme aus – auch wenn kein SBauVO-Typ exakt passt. Abgrenzung: Gebäudeklasse allein definiert den Sonderbau nicht; Bestandsschutz ersetzt keine Gefahrenabwehr bei Nutzungsänderung.

Praxisfall: Teilnutzung ohne Fortschreibung von Plänen und BSO – Abnahme verzögert bis Konzept und ASR-Pläne zum genehmigten Stand passten. Behördenforderung: Evakuierung und Anlagentechnik gemeinsam prüfen.

Nachweis: Genehmigungsunterlagen, Betriebsdokumentation und Übungsprotokolle im Ordner Sonderbau führen.

Kurz-Checkliste vor Begehung

Vor Behörden- oder Versicherungsbegehung zu Hochhaus-Rauchableitung: Entrauchung nach SBauVO § 110: aktuelle Pläne, Prüfbücher, BSO Teil B, Übungsprotokolle und Mängelliste mit Fristen bereitlegen. Unterschied zur Erstabnahme: Betrieb muss laufende Instandhaltung belegen – nicht nur das genehmigte Konzept.

Typische Lücke in NRW: Umbau ist dokumentiert, Fortschreibung von Fluchtplan, Feuerwehrplan und Anlagenbuch fehlt. Verantwortliche schriftlich benennen und Übergaben nach Personalwechsel protokollieren.

Grenzen

Dieser Ratgeber fasst § 110 SBauVO zusammen. Konkrete Auslegung im genehmigten Brandschutzkonzept maßgeblich.

Häufige Fragen

Was verlangt § 110?
Entrauchbarkeit jedes Geschosses und der Installationsschächte in Hochhäusern.
Druckbelüftung Pflicht?
Häufig für Treppenräume im Hochhaus – genau im Konzept.
Wer wartet?
Eigentümer/Betreiber – oft Facility mit Fachfirma.
Defekte Klappe?
Unverzüglich reparieren – Sicherheit Rettungsweg gefährdet.
Bürohochhaus gleich?
Ja über 22 m – SBauVO Hochhaus.
Bestand ohne Druckbelüftung?
Bestandskapitel prüfen – Nachrüstung bei Änderung/ Fristen.

Weitere Ratgeber: Prüffristen im Brandschutz

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